Nach Angaben des “Instituts der deutschen Wirtschaft Köln” (IW) haben sich etwa 11 Prozent der Unternehmen, die Ingenieure einstellen, für Bachelor-Absolventen entschieden. Dies geht aus der Studie “Akzeptanz und Karrierechancen von Ingenieuren mit Bachelor- oder Masterabschluss” hervor.
Im Rahmen dieser Studie befragten der “Verein Deutscher Ingenieure” (VDI) und das IW etwa 1.753 Unternehmen. “Der Bachelor ist kein Abschluss zweiter Klasse”, so der Direktor des VDI Dr. Willi Fuchs. Ein Ingenieur mit Bachelorabschluss habe heutzutage auf dem Arbeitsmarkt die gleichen Chancen wie ein Ingenieur mit Diplom oder Master. Auch hinsichtlich der Tätigkeitsbereiche stehe der Bachelor im Ingenieursbereich den anderen Abschlüssen in nichts nach. Ein Bachelorabsolvent können ebenso eine hoch angesehen Führungsposition erreichen.
Kleiner Wehmutstropfen: Einstiegsgehälter schwanken
„Das Einstiegsgehalt für Bachelorabsolventen ist in der Tendenz zwar häufig etwas niedriger, aber nach drei bis fünf Berufsjahren nähern sich die Gehälter an.“ Dr. Hans-Peter Klös www.iwkoeln.de
Jedoch bieten etwa 80 Prozent der befragten Unternehmen Bachelor-Ingenieuren nach ihrem Berufseinstieg das gleiche Gehalt wie Ingenieuren mit einem Master oder Diplom an.
Ist der Bildungsstreik sinnvoll? Blitzumfrage auf Uni-Vergleich.de.
Auf der 600-Jahr-Feier der Uni Leipzig schimpfte Bundespräsident Horst Köhler heftig. Nach zehn Jahren Bologna-Prozess sei man noch nicht da angekommen, wo die Verantwortlichen geplant hatten, zu sein.
Neben der “chronischen Unterfinanzierung” kritisierte Köhler vor allem auch die “schlechten Betreuungsquoten”, “marode Gebäude” und die unzureichende Infrastruktur für die Forschung.
“Wir brauchen an vielen Stellen mehr Ehrgeiz und mehr Mitmacher”
Man dürfe sich nicht darüber wundern, dass die Studenten ihrer Unzufriedenheit so starken Ausdruck wie in den vergangenen Wochen verleihen. Köhler sieht die Länder als Hauptverantwortliche für die Hochschulen und verlangt das Thema zur “Chefsache” zu machen:
“Wer im Bund und vor allem in den Ländern geglaubt hat, man könnte das Hochschulwesen kostenneutral umbauen, ja vielleicht sogar durch die Einführung der Bachelor-Studiengänge Geld sparen, der sei daran erinnert: Deutschlands Aufwendungen für den Hochschulbereich sind seit Jahren unterdurchschnittlich.” www.spiegel.de
Auch im kommenden Jahr plant die “Initiative klicksafe für mehr Sicherheit im Netz” die Durchführung des “Safer Internet Day“. Für den 09. Februar 2010 sind verschiedene Aktionen und Veranstaltungen für mehr Internetsicherheit in verschiedenen Städten, wie zum Beispiel in Berlin, Mainz, München und Stuttgart geplant.
Die EU-Initiative klicksafe ruft zum “Safer Internet Day” alle Schulen dazu auf, sich zu beteiligen. Mit einer bundesweit angelegten Schulaktion sind Lehrer dazu aufgefordert, das Thema Datensicherheit und der Umgang mit persönlichen Daten im Netz in ihrem Unterricht zu bearbeiten.
Zusammen mit der Arbeitsgruppe Schule/Bildung der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder hat klicksafe ein neues Unterrichtsmodul zu diesem Thema entwickelt. Fortan steht es Lehrern und allen Interessierten kostenlos zum Download bereit.
“Wir sind dagegen“, so könnte man die Forderungen des KMK-Bündnisses zusammenfassen. Gegen die “katastrophalen Lehr- und Lernbedingungen”, gegen “Bildungsgebühren”, gegen wirtschaftliche, militärische und polizeiliche Einflüsse im Bildungssystem, gegen “Leih- und Zeitarbeit”, gegen die “Begrenzung des Hoschulzugangs” u.s.w.
Weg mit Hartz IV! Her mit 500€ Grundsicherung, 30-Stundenwoche und 10€ Mindestlohn – Sonst kann man von Bildung und Kultur nur träumen! www.kmk-nachsitzen.de
Schüler, Azubis und Studierende, sie sich seit Wochen unermüdlich dem bundesweitem Bildungsstreik widmen. Arbeitslose Bürger, die sich in Erwerbsloseninitiativen engagieren, Angestellte und Gewerkschaften – Sie alle formierten und formieren sich zu einem Bündnis, welches am kommenden Donnerstag, dem 10.12.2009 zum großen Protest “Kultusminister Nachsitzen!” in Bonn aufruft.
Warum gerade Bonn?
Hier werden sich die 16 Kultusminister zur Kultusministerkonferenz (KMK) versammeln. Zuständig für Bildung, Erziehung, für Hochschulen und Forschung und weiteren kulturellen Angelegenheiten fungiert die KMK als bundesweiter Zusammenschluss.
… und was soll passieren?
Geplant ist eine groß angelegte Demonstration. Auch eine Blockade der Zufahrtstrassen zur Konferenz soll die Kultusminister wach rütteln. Derzeit laufen wohl noch “Kooperationsgespräche” mit der örtlichen Polizei, wo die Demonstranten entlang laufen dürfen. Start der Auftaktkundgebung soll jedoch um 13 Uhr sein.
„Ich will Spaß haben und das Leben genießen!“ Die Zeiten, in denen das Studentenleben mit langem Ausschlafen, ein paar Vorlesungen besuchen und wilden Partynächten verbunden ist, scheinen vorbei. Studenten von heute wissen ganz genau, wohin sie wollen.
Umfragen auf den Studentenportalen Bachelor-Vergleich.com | Master-Vergleich.com | Uni-Vergleich.de von Bildungsweb ergaben, dass etwa 35 Prozent der befragten Studenten mit ihrem Studienabschluss ihre Karriere vorantreiben möchten. 25 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben außerdem an, dass sie sich die „Aussicht auf ein höheres Gehalt“ erhoffen. Knappe 23 Prozent sagten außerdem, dass sie für ihren Berufswusch studieren müssten. Lediglich 10 Prozent wollen ein Studium aufnehmen, um einfach “Spaß zu haben”. Motive wie “Meine Freunde studieren auch”, oder “Ich will von Zuhause ausziehen” wurden noch seltener angegeben.

Der Bildungsstreik macht es deutlich: Deutsche Studenten sind mit den derzeitigen Studienbedingungen alles andere als zufrieden. Das Interesse an einem Masterstudiengang ist dennoch vorhanden. Knapp die Hälfte (45 Prozent) der Befragten erhofft sich bessere Berufsaussichten durch einen Masterabschluss. Etwa 31 Prozent befürchtet, dass der Bachelorabschluss von Arbeitgebern nicht ernst genommen wird.
Etwa 14 Prozent der potenziellen Masterstudenten gaben an, dass “sie einfach weiter studieren möchten”. So lässt sich erkennen, dass heutige Studenten nicht einfach nur zum Spaß ein weiterführendes Studium aufnehmen, sondern klare Vorstellungen bezüglich ihrer Zukunft haben. 10 Prozent der Umfrageteilnehmer streben mit ihrem Masterabschluss eine wissenschaftliche Karriere an.

Sie besetzen die Hörsäle, sie gehen auf die Straßen und sie sind laut. Bundesweit wehren sich weit über 10.000 Studenten gegen die derzeitigen Studienbedingungen an deutschen Hochschulen, gegen die Studiengebühren und dem vorherrschendem Chaos in der Bildungspolitik.
Als bildungspolitische Wunderwaffe wurde nach amerikanischem Vorbild im Jahre 1999 in Bologna von 29 europäischen Bildungsministern die Vereinheitlichung des europäischen Hochschulwesens beschlossen. Im Grunde hörte sich alles ganz gut an, doch an der korrekten Umsetzung scheiterte es dann an vielen Hochschulen in Deutschland. Zwar wurde die Umstellung auf einheitliche Bachelor- und Masterstudiengänge zügig vorangetrieben, doch sind die Studenten unter diesen verschulten Bedingungen und mit viel zu vielen Prüfungen nicht weiter bereit, Ruhe zu bewahren.
Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht Handlungsbedarf. Die Studenten könnten es gar nicht schaffen in vorgegebener Zeit ihr Studium abzuschließen, da die Zahl der Seminarplätze nicht ausreiche.
Verantwortlich für das ganze Durcheinander will niemand sein. Politik wie auch Hochschulen zeigen sich zwar überwiegend verständnisvoll, fordern jedoch mehr Kooperationsbereitschaft. Mit Dialogbereitschaft hätte das Besetzen von Hörsälen nichts zu tun, meint Margret Wintermantel, Vorsitzende der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Sie verteidigte die Studienreform auf der Pressekonferenz der Hochschulrektorenkonferenz in Berlin. “Die Bologna-Reform ist keinesfalls missglückt”, meint Wintermantel in einem Interview mit dem ZDF.
Das sehen die Studenten anders. Sie wollen mehr Geld für die Hochschulen, um bessere Bildungsbedingungen zu schaffen und fordern die Abschaffung der Studiengebühren.
Für eine tatsächliche Demokratie ist unsere Forderung nach einem frei zugänglichen, öffentlich finanzierten und emanzipatorisch ausgerichteten Bildungssystem unerlässlich. www.bildungsstreik.net
Erste Reaktionen von Politik und Hochschulen
Lutz Stratmann (CDU) kündigte Reformen bei den Bachelor-Studiengängen an. “Wir brauchen wieder mehr Mobilität. Der Wechsel der Hochschulstandorte muss wieder eher möglich sein.”, so der niedersächsische Wissenschaftsminister. Auch die Verringerung der Prüfungsdichte versprach Stratmann den Studenten. Um den Bachelor-Abschluss aufzuwerten, soll es künftig mehr achtsemestrige Bachelor-Studiengänge geben.
Für die Zeit vom 30. November bis zum 6. Dezember planen die Organisatoren der Proteste eine Aktionswoche. Zur Kultusministerkonferenz am 10. Dezember in Bonn wollen die Studenten die Zufahrtsstraßen blockieren.
Bildung und gute Bedingungen an Schulen müssen kostenlos bleiben! Oder wären Eltern bereit Schulgeld zu zahlen, wenn sich das staatliche Schulsystem und die Lernbedingungen für ihre Kinder sichtbar verbessern würden? Privatschulen-Vergleich.de führt zu dieser Thematik eine kurze Umfrage durch.
Viele Studenten wissen einfach nicht, was sie mit ihrem Leben nach dem Bachelor anfangen sollen. Ins Ausland? Berufserfahrungen sammeln? Oder doch einen Master? Warum hängen Studenten an ihrem Bachelorabschluss einen Master ran? Die Umfrage dazu gibt es auf Master-Vergleich.com.
Das Beherrschen von einer oder mehreren Fremdsprachen wird in nahezu jedem Berufszweig gefordert. Deshalb kann man nicht früh genug damit beginnen, sich durch Sprachkurse oder Sprachereisen weiterzubilden. Bildungsweb interessieren die Gründe für eine Sprachreise und auf was es bei der Suche nach einer Sprachreise ankommt. In regelmäßigen Abständen führt Sprachreisen-Vergleich.de kurze Umfragen zu verschiedenen Sprachreise-Themen durch.
Seite zurück oder Seite vor