“Politik hat gehandelt und Studierende und Hochschulen werden davon profitieren.”

Freitag, 11. Dezember 2009Bildungspolitik, Studium & Berufsstart

Unter dem Vorsitz des Präsidenten der KMK Minister Henry Tesch traffen sich am 10. Dezember 2009 die Kultusminister der Länder in Bonn. Im Wesentlichen diskutierten die Minister die Forderungen der vielen Studierenden, die sich am Bildungsstreik beteiligen: die Studierbarkeit im Bachelor-, Mastersystem, die Wertigkeit der Bachelor- und Masterabschlüsse, die Flexibilität der bestehenden Studienmodelle, sowie Umfang der geforderten Prüfungen.

Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer begrüßt die Beschlüsse der KMK sehr:

“Politik hat gehandelt und Studierende und Hochschulen werden davon profitieren. Mit diesen Entscheidungen konnten wir ein Kernanliegen sächsischer Hochschulpolitik, nämlich die weitere Verbesserung der Qualität der Lehre ein gutes Stück voran bringen. ” www.bildungsklick.de

Mehr Mobilität für Studierende

Vereinbart wurde, dass zukünftig die Studiengänge mehr Raum zur persönlichen Entfaltung der Studierenden bieten sollen. Im Klartext bedeutet das für die Hochschulen, Möglichkeiten für Aufenthalte an anderen Hochschulen zu schaffen. Vor allem soll Studierenden die Möglichkeit gegeben werden, praktische Erfahrungen ohne in Zeitverzug zu sammeln.

Wissenschaftliche Qualifizierung wird gesichert

Bachelorstudenten beklagen meist Oberflächlichkeit während ihres Erststudiums und mangelnde wissenschaftliche Kenntnisse. Ab sofort sollen in Bachelor-Studiengängen mehr wissenschaftliche Grundlagen und Methoden vermittelt werden. Darüber hinaus werden auch Möglichkeiten zur berufsfeldbezogenen Qualifikation und dem Festlegen von Studienschwerpunkten geschaffen.

Weniger Prüfungen

Ja, auch das soll es laut der Beschlüsse der KMK zukünftig geben. In Modulen sollen Studieninhalte zusammen gefasst werden. So können beispielsweise Vorlesungen und Seminare, die inhaltlich auf ähnliche Lehrgebiete abzielen mit nur einer Prüfungsleistung abgeschlossen werden.

Für das Jahr 2010 übernimmt der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die Präsidentschaft der KMK. Hamburgs Senatorin Christa Goetsch wurde als erste Vizepräsidentin gewählt. Sachsen- Anhalts Minister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz und Minister Henry Tesch aus Mecklenburg-Vorpommern sind ab dem 22. Januar 2010 dann zweiter und dritter Vizepräsident. Die Präsidentschaftsüergabe findet in Berlin statt.

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