Monatsarchiv für Dezember 2009
Heiligabend in der Uni? Einige Studierende beweisen in diesen Tagen wirklich Sitzfleisch und verharren in den besetzten Unis. Trotz angekündigter Räumungen noch vor Weihnachten geben Sie nicht auf. Das Bildungsportal Uni-Vergleich.de fragte bei seinen Lesern nach: Wie viele waren am Bildungsstreik aktiv beteiligt? Wie viele User finden den Bildungsstreik einfach sinnlos?

Die vollständige Auswertung finden Sie auf Uni-Vergleich.de
Das Bildungsportal MBA-Vergleich.de führt kontinuierlich Schnellunfragen zu MBA-Programmen, berufsbegleitendem Studieren und bildungspolitischen Themen durch. Warum interessieren sich junge Hochschulabsolventen und Berufstätige für ein MBA-Programm? Welche Ziele werden mit einem MBA-Abschluss verfolgt und wie entscheidend sind MBA-Rankings bei der Auswahl eines MBA-Programms oder einer Business-School?

Die vollständige Auswertung finden Sie auf MBA-Vergleich.de
Vergangene Woche am 17. Dezember 2009 veröffentlichte die Deutsche Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ihre Liste der prägensten Wörter im Jahr 2009.
Kriterien zur Auswahl gibt es keine. Meist werden Wörter oder Ausdrücke von der Jury gewählt, die für das vergangene Jahr besonders einprägsam waren, den öffentlichen Diskurs in besonderer Weise bestimmten oder für spezielle Ereignisse im Jahr stehen.
“Abwrackprämie” hat gewonnen
Der Begriff “Abwrackprämie” wurde von der Jury auf Platz eins der Liste 2009 gewählt. Dieser Begriff war seit Beginn des Jahres in allen Medien präsent.
Der Ausdruck “kriegsähnliche Zustände” steht als Bezeichnung für die in diesem Jahr ständig auftauchende Debatte der deutschen Bundeswehreinsätze in Afghanistan und landete damit auf dem zweiten Platz.
Dass “Schweinegrippe” ebenso weit vorne in der Liste steht, ist keine großartige Überraschung. Erstaunlicher ist hingegen, dass es “Twiitern” nur auf Position sieben schaffte und somit noch hinter “Weltklimagipfel” und “Deutschland ist Europameisterin” landete.
Während im ganzen Land Proteste gegen die aktuelle Bildungspolitik und vorherrschenden Bedingungen an deutschen Hochschulen laufen, denken Eltern von schulpflichtigen Kindern über Alternativen zum staatlichen Schulsystem nach. Das Bildungsweb-Portal Privatschulen-Vergleich.de startete vergangene Woche eine Blitzumfrage. Würden Sie Schulgebühren für die Schule ihres Kindes zahlen? Wenn ja, wie viel wären Sie bereit an monatlichem Schulgeld auszugeben.
Studenten streiken dafür, dass der Zugang zur Hochschule kostenlos bleibt und keine Studiengebühren erhoben werden, doch die neueste Umfrage des Bildungs-Portals Privatschulen-Vergleich bestätigt die Bereitschaft von Eltern, Schulgebühren für den Besuch einer guten Schule für ihre Kinder zu zahlen.
Würden Sie Schulgebühren für eine Privatschule zahlen?
71 Prozent der insgesamt 711 Umfrageteilnehmer antworteten mit „Ja, wenn sich dadurch die Lernbedingungen verbessern würden.“ Lediglich 21 Prozent befürworteten die Aussage „Nein, Bildung muss kostenlos bleiben“. Für „unentschlossen“ stimmten nur 8,1 Prozent.

Die Mehrheit würde bis zu 200 Euro zahlen
Zwischen 50 Euro und 200 Euro würden Eltern für eine gute Privatschule im Monat für ihre Kinder ausgeben. Etwa 21 Prozent stimmten sogar für ein monatliches Schulgeld von bis zu 500 Euro. Dass Eltern für eine gute Schulbildung ihrer Kinder auch noch tiefer in die Tasche greifen, zeigt die Bildungsweb-Umfrage ebenso. Knapp zwölf Prozent gaben an „mehr als 500 Euro“ im Monat für eine Privatschule zu zahlen.

Unter dem Vorsitz des Präsidenten der KMK Minister Henry Tesch traffen sich am 10. Dezember 2009 die Kultusminister der Länder in Bonn. Im Wesentlichen diskutierten die Minister die Forderungen der vielen Studierenden, die sich am Bildungsstreik beteiligen: die Studierbarkeit im Bachelor-, Mastersystem, die Wertigkeit der Bachelor- und Masterabschlüsse, die Flexibilität der bestehenden Studienmodelle, sowie Umfang der geforderten Prüfungen.
Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer begrüßt die Beschlüsse der KMK sehr:
“Politik hat gehandelt und Studierende und Hochschulen werden davon profitieren. Mit diesen Entscheidungen konnten wir ein Kernanliegen sächsischer Hochschulpolitik, nämlich die weitere Verbesserung der Qualität der Lehre ein gutes Stück voran bringen. ” www.bildungsklick.de
Mehr Mobilität für Studierende
Vereinbart wurde, dass zukünftig die Studiengänge mehr Raum zur persönlichen Entfaltung der Studierenden bieten sollen. Im Klartext bedeutet das für die Hochschulen, Möglichkeiten für Aufenthalte an anderen Hochschulen zu schaffen. Vor allem soll Studierenden die Möglichkeit gegeben werden, praktische Erfahrungen ohne in Zeitverzug zu sammeln.
Wissenschaftliche Qualifizierung wird gesichert
Bachelorstudenten beklagen meist Oberflächlichkeit während ihres Erststudiums und mangelnde wissenschaftliche Kenntnisse. Ab sofort sollen in Bachelor-Studiengängen mehr wissenschaftliche Grundlagen und Methoden vermittelt werden. Darüber hinaus werden auch Möglichkeiten zur berufsfeldbezogenen Qualifikation und dem Festlegen von Studienschwerpunkten geschaffen.
Weniger Prüfungen
Ja, auch das soll es laut der Beschlüsse der KMK zukünftig geben. In Modulen sollen Studieninhalte zusammen gefasst werden. So können beispielsweise Vorlesungen und Seminare, die inhaltlich auf ähnliche Lehrgebiete abzielen mit nur einer Prüfungsleistung abgeschlossen werden.
Für das Jahr 2010 übernimmt der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die Präsidentschaft der KMK. Hamburgs Senatorin Christa Goetsch wurde als erste Vizepräsidentin gewählt. Sachsen- Anhalts Minister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz und Minister Henry Tesch aus Mecklenburg-Vorpommern sind ab dem 22. Januar 2010 dann zweiter und dritter Vizepräsident. Die Präsidentschaftsüergabe findet in Berlin statt.
Warum wollen Sie einen MBA machen und wie wichtig sind MBA-Rankings bei der Auswahl eines MBA-Programms?
Blitzumfrage auf MBA-Vergleich.de
Nach Angaben des “Instituts der deutschen Wirtschaft Köln” (IW) haben sich etwa 11 Prozent der Unternehmen, die Ingenieure einstellen, für Bachelor-Absolventen entschieden. Dies geht aus der Studie “Akzeptanz und Karrierechancen von Ingenieuren mit Bachelor- oder Masterabschluss” hervor.
Im Rahmen dieser Studie befragten der “Verein Deutscher Ingenieure” (VDI) und das IW etwa 1.753 Unternehmen. “Der Bachelor ist kein Abschluss zweiter Klasse”, so der Direktor des VDI Dr. Willi Fuchs. Ein Ingenieur mit Bachelorabschluss habe heutzutage auf dem Arbeitsmarkt die gleichen Chancen wie ein Ingenieur mit Diplom oder Master. Auch hinsichtlich der Tätigkeitsbereiche stehe der Bachelor im Ingenieursbereich den anderen Abschlüssen in nichts nach. Ein Bachelorabsolvent können ebenso eine hoch angesehen Führungsposition erreichen.
Kleiner Wehmutstropfen: Einstiegsgehälter schwanken
„Das Einstiegsgehalt für Bachelorabsolventen ist in der Tendenz zwar häufig etwas niedriger, aber nach drei bis fünf Berufsjahren nähern sich die Gehälter an.“ Dr. Hans-Peter Klös www.iwkoeln.de
Jedoch bieten etwa 80 Prozent der befragten Unternehmen Bachelor-Ingenieuren nach ihrem Berufseinstieg das gleiche Gehalt wie Ingenieuren mit einem Master oder Diplom an.
Ist der Bildungsstreik sinnvoll? Blitzumfrage auf Uni-Vergleich.de.
Auf der 600-Jahr-Feier der Uni Leipzig schimpfte Bundespräsident Horst Köhler heftig. Nach zehn Jahren Bologna-Prozess sei man noch nicht da angekommen, wo die Verantwortlichen geplant hatten, zu sein.
Neben der “chronischen Unterfinanzierung” kritisierte Köhler vor allem auch die “schlechten Betreuungsquoten”, “marode Gebäude” und die unzureichende Infrastruktur für die Forschung.
“Wir brauchen an vielen Stellen mehr Ehrgeiz und mehr Mitmacher”
Man dürfe sich nicht darüber wundern, dass die Studenten ihrer Unzufriedenheit so starken Ausdruck wie in den vergangenen Wochen verleihen. Köhler sieht die Länder als Hauptverantwortliche für die Hochschulen und verlangt das Thema zur “Chefsache” zu machen:
“Wer im Bund und vor allem in den Ländern geglaubt hat, man könnte das Hochschulwesen kostenneutral umbauen, ja vielleicht sogar durch die Einführung der Bachelor-Studiengänge Geld sparen, der sei daran erinnert: Deutschlands Aufwendungen für den Hochschulbereich sind seit Jahren unterdurchschnittlich.” www.spiegel.de
Auch im kommenden Jahr plant die “Initiative klicksafe für mehr Sicherheit im Netz” die Durchführung des “Safer Internet Day“. Für den 09. Februar 2010 sind verschiedene Aktionen und Veranstaltungen für mehr Internetsicherheit in verschiedenen Städten, wie zum Beispiel in Berlin, Mainz, München und Stuttgart geplant.
Die EU-Initiative klicksafe ruft zum “Safer Internet Day” alle Schulen dazu auf, sich zu beteiligen. Mit einer bundesweit angelegten Schulaktion sind Lehrer dazu aufgefordert, das Thema Datensicherheit und der Umgang mit persönlichen Daten im Netz in ihrem Unterricht zu bearbeiten.
Zusammen mit der Arbeitsgruppe Schule/Bildung der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder hat klicksafe ein neues Unterrichtsmodul zu diesem Thema entwickelt. Fortan steht es Lehrern und allen Interessierten kostenlos zum Download bereit.
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