Themenarchiv ‘Studium & Berufsstart’
Eine neue Studie der Hochschul-Information-System GmbH (HIS) veröffentlichte kürzlich eine Studie, die sich speziell den Studienabbrüchen im neuen Bachelorsystem widmen. Gibt es mehr Studienabbrüche von Bachelorstudenten im Vergleich zu den Studenten, die noch einen der herkömmlichen Studiengänge belegen?
Als ein vergleichsweise “gutes Zeugnis” bezeichnet Dr. Helge Braun die Quote der Studienabbrecher (12 %), die sich auf Grund schlechter Studienbedingungen für einen Studienabbruch entschlossen. Dennoch müsse weiter daran gearbeitet werden, die Zahl der Studienabbrüche stetig zu reduzieren, resümiert der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Etwa 31 % der befragten Studienabbrecher gab als Hauptgrund Leistungsprobleme während des Studiums an. Rund 20 % derjenigen empfand die Anforderungen an das Studium zu hoch. Für etwa 11 % war das Nichtbestehen der Prüfungen der Hauptgrund für einen Studienabbruch.
Hintergrundinformationen zum Bachelorstudium und alle Anbieter von Bachelorstudiengängen gibt es auf Bachelor-Vergleich.com.
Die vollständige Studie “Ursachen des Studienabbruchs in Bachelor- und in herkömmlichen Studiengängen” kann auf der Internetseite der HIS kostenlos heruntergeladen werden.
[Quelle zum Artikel: bmbf.de]
Bis zum Jahr 2013 rechnet die Kultusministerkonferenz (KMK) mit einem hohen Anstieg an Studienbewerbern. Grund dafür sind die doppelten Abitur-Jahrgänge, die voller Tatendrang und Ehrgeiz das Studium ihrer Wahl belegen möchten.
Problem ist nur, dass die Kapazitäten der Universitäten und Fachhochschulen nicht ausreichen werden, um jedem Studienbewerber auch den gewünschten Studienplatz anzubieten. Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk in Berlin sieht die Situation erst einmal positiv. “Grundsätzlich ist es gut, dass wir mehr Studenten haben, vor allem die Wirtschaft schreit ja geradezu danach”. Problematisch schätzt Grob eher die Zugangsvoraussetzungen der Universitäten ein. Diese werden wohl ziemlich hoch sein und lässt vermutlich einige der Bewerber verzweifeln.
Auch Beate Ebbinghaus von der Arbeitsagentur Hamburg schätzt die Lage nicht all zu problematisch ein. Sie empfiehlt den Abiturienten ” [...] auf dem Weg zum Studienplatz auch nach links oder rechts zu schauen”. Es sei nicht aussichtslos einen Studienplatz zu erhalten, doch müssen sich die Schüler frühzeitig damit auseinandersetzen welches Studium sie belegen möchten und vor allem auch nach Ausweichmöglichkeiten schauen. Frau Ebbinghaus weist neben einem Studium im Ausland als Alternative auch darauf hin, sich an einer Universität in den neuen Bundesländern zu bewerben. Dort sei es ihrer Einschätzung nach eher möglich einen Studienplatz im gewünschten Studienfach zu erhalten, weil die Hochschulen noch nicht so überlaufen und die Zugangsvoraussetzungen nicht übermäßig hochgeschraubt sind.
Wo studieren? Was studieren? Uni-Vergleich.de hilft sich zu orientieren, Universitäten miteinander zu vergleichen und alle nötigen Hintergrundinformationen zu erhalten.
[Quelle zum Artikel: sueddeutsche.de]
Heiligabend in der Uni? Einige Studierende beweisen in diesen Tagen wirklich Sitzfleisch und verharren in den besetzten Unis. Trotz angekündigter Räumungen noch vor Weihnachten geben Sie nicht auf. Das Bildungsportal Uni-Vergleich.de fragte bei seinen Lesern nach: Wie viele waren am Bildungsstreik aktiv beteiligt? Wie viele User finden den Bildungsstreik einfach sinnlos?

Die vollständige Auswertung finden Sie auf Uni-Vergleich.de
Das Bildungsportal MBA-Vergleich.de führt kontinuierlich Schnellunfragen zu MBA-Programmen, berufsbegleitendem Studieren und bildungspolitischen Themen durch. Warum interessieren sich junge Hochschulabsolventen und Berufstätige für ein MBA-Programm? Welche Ziele werden mit einem MBA-Abschluss verfolgt und wie entscheidend sind MBA-Rankings bei der Auswahl eines MBA-Programms oder einer Business-School?

Die vollständige Auswertung finden Sie auf MBA-Vergleich.de
Unter dem Vorsitz des Präsidenten der KMK Minister Henry Tesch traffen sich am 10. Dezember 2009 die Kultusminister der Länder in Bonn. Im Wesentlichen diskutierten die Minister die Forderungen der vielen Studierenden, die sich am Bildungsstreik beteiligen: die Studierbarkeit im Bachelor-, Mastersystem, die Wertigkeit der Bachelor- und Masterabschlüsse, die Flexibilität der bestehenden Studienmodelle, sowie Umfang der geforderten Prüfungen.
Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer begrüßt die Beschlüsse der KMK sehr:
“Politik hat gehandelt und Studierende und Hochschulen werden davon profitieren. Mit diesen Entscheidungen konnten wir ein Kernanliegen sächsischer Hochschulpolitik, nämlich die weitere Verbesserung der Qualität der Lehre ein gutes Stück voran bringen. ” www.bildungsklick.de
Mehr Mobilität für Studierende
Vereinbart wurde, dass zukünftig die Studiengänge mehr Raum zur persönlichen Entfaltung der Studierenden bieten sollen. Im Klartext bedeutet das für die Hochschulen, Möglichkeiten für Aufenthalte an anderen Hochschulen zu schaffen. Vor allem soll Studierenden die Möglichkeit gegeben werden, praktische Erfahrungen ohne in Zeitverzug zu sammeln.
Wissenschaftliche Qualifizierung wird gesichert
Bachelorstudenten beklagen meist Oberflächlichkeit während ihres Erststudiums und mangelnde wissenschaftliche Kenntnisse. Ab sofort sollen in Bachelor-Studiengängen mehr wissenschaftliche Grundlagen und Methoden vermittelt werden. Darüber hinaus werden auch Möglichkeiten zur berufsfeldbezogenen Qualifikation und dem Festlegen von Studienschwerpunkten geschaffen.
Weniger Prüfungen
Ja, auch das soll es laut der Beschlüsse der KMK zukünftig geben. In Modulen sollen Studieninhalte zusammen gefasst werden. So können beispielsweise Vorlesungen und Seminare, die inhaltlich auf ähnliche Lehrgebiete abzielen mit nur einer Prüfungsleistung abgeschlossen werden.
Für das Jahr 2010 übernimmt der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die Präsidentschaft der KMK. Hamburgs Senatorin Christa Goetsch wurde als erste Vizepräsidentin gewählt. Sachsen- Anhalts Minister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz und Minister Henry Tesch aus Mecklenburg-Vorpommern sind ab dem 22. Januar 2010 dann zweiter und dritter Vizepräsident. Die Präsidentschaftsüergabe findet in Berlin statt.
Warum wollen Sie einen MBA machen und wie wichtig sind MBA-Rankings bei der Auswahl eines MBA-Programms?
Blitzumfrage auf MBA-Vergleich.de
Nach Angaben des “Instituts der deutschen Wirtschaft Köln” (IW) haben sich etwa 11 Prozent der Unternehmen, die Ingenieure einstellen, für Bachelor-Absolventen entschieden. Dies geht aus der Studie “Akzeptanz und Karrierechancen von Ingenieuren mit Bachelor- oder Masterabschluss” hervor.
Im Rahmen dieser Studie befragten der “Verein Deutscher Ingenieure” (VDI) und das IW etwa 1.753 Unternehmen. “Der Bachelor ist kein Abschluss zweiter Klasse”, so der Direktor des VDI Dr. Willi Fuchs. Ein Ingenieur mit Bachelorabschluss habe heutzutage auf dem Arbeitsmarkt die gleichen Chancen wie ein Ingenieur mit Diplom oder Master. Auch hinsichtlich der Tätigkeitsbereiche stehe der Bachelor im Ingenieursbereich den anderen Abschlüssen in nichts nach. Ein Bachelorabsolvent können ebenso eine hoch angesehen Führungsposition erreichen.
Kleiner Wehmutstropfen: Einstiegsgehälter schwanken
„Das Einstiegsgehalt für Bachelorabsolventen ist in der Tendenz zwar häufig etwas niedriger, aber nach drei bis fünf Berufsjahren nähern sich die Gehälter an.“ Dr. Hans-Peter Klös www.iwkoeln.de
Jedoch bieten etwa 80 Prozent der befragten Unternehmen Bachelor-Ingenieuren nach ihrem Berufseinstieg das gleiche Gehalt wie Ingenieuren mit einem Master oder Diplom an.
Ist der Bildungsstreik sinnvoll? Blitzumfrage auf Uni-Vergleich.de.
Auf der 600-Jahr-Feier der Uni Leipzig schimpfte Bundespräsident Horst Köhler heftig. Nach zehn Jahren Bologna-Prozess sei man noch nicht da angekommen, wo die Verantwortlichen geplant hatten, zu sein.
Neben der “chronischen Unterfinanzierung” kritisierte Köhler vor allem auch die “schlechten Betreuungsquoten”, “marode Gebäude” und die unzureichende Infrastruktur für die Forschung.
“Wir brauchen an vielen Stellen mehr Ehrgeiz und mehr Mitmacher”
Man dürfe sich nicht darüber wundern, dass die Studenten ihrer Unzufriedenheit so starken Ausdruck wie in den vergangenen Wochen verleihen. Köhler sieht die Länder als Hauptverantwortliche für die Hochschulen und verlangt das Thema zur “Chefsache” zu machen:
“Wer im Bund und vor allem in den Ländern geglaubt hat, man könnte das Hochschulwesen kostenneutral umbauen, ja vielleicht sogar durch die Einführung der Bachelor-Studiengänge Geld sparen, der sei daran erinnert: Deutschlands Aufwendungen für den Hochschulbereich sind seit Jahren unterdurchschnittlich.” www.spiegel.de
“Wir sind dagegen“, so könnte man die Forderungen des KMK-Bündnisses zusammenfassen. Gegen die “katastrophalen Lehr- und Lernbedingungen”, gegen “Bildungsgebühren”, gegen wirtschaftliche, militärische und polizeiliche Einflüsse im Bildungssystem, gegen “Leih- und Zeitarbeit”, gegen die “Begrenzung des Hoschulzugangs” u.s.w.
Weg mit Hartz IV! Her mit 500€ Grundsicherung, 30-Stundenwoche und 10€ Mindestlohn – Sonst kann man von Bildung und Kultur nur träumen! www.kmk-nachsitzen.de
Schüler, Azubis und Studierende, sie sich seit Wochen unermüdlich dem bundesweitem Bildungsstreik widmen. Arbeitslose Bürger, die sich in Erwerbsloseninitiativen engagieren, Angestellte und Gewerkschaften – Sie alle formierten und formieren sich zu einem Bündnis, welches am kommenden Donnerstag, dem 10.12.2009 zum großen Protest “Kultusminister Nachsitzen!” in Bonn aufruft.
Warum gerade Bonn?
Hier werden sich die 16 Kultusminister zur Kultusministerkonferenz (KMK) versammeln. Zuständig für Bildung, Erziehung, für Hochschulen und Forschung und weiteren kulturellen Angelegenheiten fungiert die KMK als bundesweiter Zusammenschluss.
… und was soll passieren?
Geplant ist eine groß angelegte Demonstration. Auch eine Blockade der Zufahrtstrassen zur Konferenz soll die Kultusminister wach rütteln. Derzeit laufen wohl noch “Kooperationsgespräche” mit der örtlichen Polizei, wo die Demonstranten entlang laufen dürfen. Start der Auftaktkundgebung soll jedoch um 13 Uhr sein.
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